Sonntag, 5. Oktober 2008

Welch ein schöner Surftag. Freundliche 7°C zum Frühstück und ich stellte mir noch die Frage, warum ich am Sonntag bei vorbildlichem Scheißwetter um 0800 aufstehe. Aber die Hellseher von Windfinder hatten ja zum Mittach mit Wind über 30 Knoten gedroht (entspricht etwa oberen 7 Bft.) Also Brett ins Auto, Saft, Wasser, Fertigkuchen und los - Heizung an.
Vor Ort, genauer in Gold auf Fehmarn, herrscht auch schon ein reges Gerigge (Auf- und Um-) und der Nieselregen weckt Vorfreude auf den Neo. Finger in die Luft, drei, vier vom Wasser kommende befragt, und 4,2m² aufgeriggt - Abflug. Die Windfinders haben nicht gelogen: 7 Bft. sind schon da, in Boen gerne auch mal Acht, so dass ich das Segelchen gerade noch so kontrolliert bekomme. Die ersten Manöver enden in spektakulären Gischtwolken oder wenigstens mit lauten Flüchen, aber bei Halbzeit gelingt mir auch mal wieder ne DuckJibe - nicht zuletzt, weil sich der Wind langsam auch meiner Segelgröße anpasst. Nach gut drei Stunden bin ich mit langen Armen vom Wasser - stoked und glücklich. Doch noch einen Surftag bekommen ;-) auch dieses Jahr ist ein gutes Jahr. Vi ses

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Brummings Weisheit im Oktober

Wenn es draußen kalt und grau wird, sieh zu, dass es in Deinem Herzen warm und sonnig ist.

Freitag, 12. September 2008

Ich will hier wenigstens kurz vermeldet haben, dass Maike den Ironman in Wisconsin gefinisht hat und sich ihr Trainingsfleiß in diesem Jahr damit auch gelohnt hat ;-) Herzlichen Glückwunsch!

Und jetzt: Vier Tage Dänische Nordseeküste ;-) Der Strandsurfer ist eingepackt, ein paar Bücher, eine Kiste Flens Weizen/Gold und - Ja, Laufschuhe hab ich auch dabei und mein neues Spielzeug :-) Mehr dazu aber erst, wenn ich alles ausprobiert habe.

Bleibt fröhlich und genießt die Sonne

Montag, 1. September 2008

Es gibt letzte Rennen der Saison und es gibt "großartige Saisonausklänge" - und nachdem ich von Ostseeman noch ein wenig enttäuscht ob meiner Schwimmleistung war, so hat sich Brumming nach dem letzten Sonntag beim Ratzeburger Inseltriathlon wieder mit mir versöhnt ;-)
Ich habe erst zwei Mitteldistanzen mitgemacht - beide in Ratzeburg - und diese Veranstaltung ist so angenehm familiär und gleichzeitig perfekt organisiert, dass ich bestimmt noch ein paar mal wieder kommen werde.
Ich bin in aller Entspannung schon am Samstag Nachmittag am Hallenbad auf den WoMoStellplatz eingekehrt und habe Sonne, Startunterlagen, Wettkampfbesprechung und noch ein Eis genossen - nur um dann beim Nudelnkochen doch langsam nervös zu werden. Hab ich wirklich genug gemacht - oder besser - nicht zu wenig? Die letzten Wochen waren so mit Arbeit vollgestopft, dass ich nach dem Ostseeman einmal Schwimmen war (2km) und einmal Rad gefahren bin (88km). Nur zum Laufen hat Brumming mich mit mehr System und Hartnäckigkeit auch noch bei einbrechender Dunkelheit durch Wald und Feld getrieben. Nach dem Radtraining hat mich ein Hungerast erstmal kreislaufmäßig so in die Knie gehen lassen, dass die positive Trainingserinnerung ein wenig auf der Strecke blieb. Da war ein "90%" Halbmarathon am letzte Montag mit 1h44 doch schon förderlicher für die Moral. Zum Glück ist Janni auch noch am Abend angereist und so konnte ich meine Nervosität noch bei einem schönen Flens Weizen wegschnacken.
So bin ich "fast" ausgeschlafen um 5:45 aus den Federn geklettert, habe Kaffe gekocht, Rad und Wechselkram rüber in die Wechselzone gebracht, gefrühstückt udn mich um 07:30 umgezogen - Start (zweite Startgruppe) (08:00). Das sollte ja die Startgruppe derer sein, die unter 5h oder noch schneller sein wollten. Aber ich wollte heute auch mit 5h20 zufrieden sein. 3-2-1 Peng
Schwimmen - total tolle Sache, so mit zwei netten Jungs hinten auf meinen Beinen, den nächsten beiden Hafenkapitänen, die - einer von rechts einer von links - es drauf anlegten, sich eine Armlänge vor meiner Nase ins Gehege zu kommen, dabei ist der See doh nu wirklich breit. Nach der ersten Tonne rechts um die Ecke und endlich hatte ich mich nach links außen verholt und kämpfte dort gefühlt gegen langsames Ertrinken. Irgendwie ist es mir aber gelungen mit "konzentrier Dich auf Deinen Armzug - vergiss das Drücken nicht - und lass den Arsch nicht hängen" die Wendeboje zu erreichen und ich habe auch auf dem Weg zurück, gegen die Sonne die Orientierung nicht völlig verloren ... naja links war so n rotes Kajak. Als ich dann hechelnd am Fahrrad ankam und einen Blick auf die Uhr erhaschte, setzte Grinsen ein :-) Ich muss wohl unter 33min geschwommen sein, doch nicht so schlecht, wie gefühlt - und da dämmerte es mir auch, was es heißt in der schnellen Startgruppe zu sein ;-) Guter Wechsel - nur mit nassen Armen in das Skinfitshirt, fühlt sich so an wie ohne Ständer ins Kondom - oder so. Helm auf, Rad runter und los.
Die Radstrecke ist schön, schön wellig und angenehm abwechslungsreich. Erstmal 10 km warm fahren, dann was Essen und weiterfahren. Eigentlich woltle ich mich nicht kaputt fahren, um nachher wenigstens eine "gute" Laufform abzurufen, aber es rollte auch so ganz schön. Bis sich ab km 60 meine Gesäßmuskulatur gemeldet hat. Rechts etwas lauter als links also etwas asymmetrischer Tritt und öfter mal aufstehen ;-) Trotzdem einen 33 Schnitt gehalten (nach meinem Tacho ist die Strecke aber 87km - ohne Umwege) und wieder zurück auf die grüne Wechselwiese. T2 wie gewohnt etwas schneller, bin aber auf Grund ernsthafter Diskussionen mit meinen Waden "schnell" in meine schwarzen CEP-Stützstrümpfe "geschlüpft". Ich möchte die Dinger bei solchen Distanzen echt nicht mehr missen - die geilste Erfindung seit der Gangschaltung beim Fahrrad ;-) Cap auf Gels in die Tasche und los.
An Gregor und Anja und vielen anfeuernden Zuschauern vorbei auf die erste Laufrunde. Die Laufstrecke geht nach ein paar Hundert Metern am Ufer auch gleich mit zwei schönen Anstiegen in den Wald. Ist zwar schön schattig, aber die Freude über das "wellige Profil" so gleich nach dem Radeln grenzt auch an Masochismus. Ich habe die ersten 5km gebrauch, um meinen Puls nicht zu hoch und das Tempo nicht zu langsam werden zu lassen - nur das ohne jegliches Gefühl für mein Tempo ;-) Bis auf die Tatsache, dass mich völlig entfesselte Läufer auf ihrer zweiten! Laufrunde überholten, als seien sie auf ner Sprintdistanz und ich ein paar wesentlich erschöpftere Gestalten überholt habe, lief ich die erste Runde nur nach Gefühl. Offenbar gut, denn im Eingang zur zweiten Runde erblickte ich auf einer Rentnerarmbanduhr so etwas wie 12:15 und fühlte mich immer besser. Nach den beiden Steigungen habe ich dann langsam das Tempo gesteigert und kurz vor km 15 meinte ein begleitender MTBler etwas von 12:33. Weiter Tempo - die lauten Diskussionen meiner Waden sind mittlerweile in heftiges Gezeter übergegangen und als mir bei km 7 ein Mitläufer nachrief: "Bei dem Tempo bleibst Du noch unter fünf" ließen sich auch die anderen Beinmuskeln nicht mehr zu einer weiteren Temposteigerung überreden. Egal, mein Planziel von heute morgen sollte ich ja wohl erreichen ...
;-) und wie - auf der Zielgraden höre ich noch "... mit der Startnummer 330 - in 5 Stunden und einer Minute!" Genauer: 5:01:16 (00:32:27 / 02:46:18 (mit beiden Wechseln) / 01:42:30) - voll Zufrieden! Grinsen bis zum Monatsende! Und ... ich kann beim nächsten Mal wieder versuchen "unter 5" zu finishen ;-)

Jetzt aber den Beinen etwas Erholung gönnen, vielleicht endlich mal aufs Brett und Laufen ohne Trainingsziel ;-) Nachlesen, wie es André in Witten ergangen ist
und am nächsten Wochenende Ironman Wisconsin verfolgen - Maikes zweiter Start dieses Jahr
(Startnummer 2102) - good luck

Brummings Weisheit im September

Vertraue Dir selbst, wenn Du weißt, dass Du es kannst. Und wenn Du doch zweifelst, lerne erst, Dir zu vertrauen.

Sonntag, 10. August 2008

Und nu endlich der kurze Bericht vom Ostseeman:
Nach herrlich sommerlicher Anreise mit Stau und allem, was einen Samstags in der Ferienzeit auf der Autobahn erwartet, haben wir uns dann im Laufe des Abends erst vor der Rudehalle getroffen, Arno gefunden, eingecheckt, umgemeldet. Runter an die Förde, Plätzchen suchen, Zelte aufschlagen und die Fahrräder einchecken - Pastaparty aufsuchen, um dann nach dem Radpart vor den lieblichen Englischen Übersetzungen von Frau ... äh ... zu flüchten. Noch ein Bierchen und gute Nacht.
Die Nacht ist sehr früh zu Ende und der Morgen graut mit freundlichem Regen - hm, wenigstens muss ich nur Schwimmen. Ein flinker Kaffee, zwei Brötchen mit Honig und dann - ohne Regen - rüber zum Start. Umziehen, rumflaxen schon mal das Wasser anfassen - und Start!
Wie immer rechts gestartet und auf dem Weg zum Brückenkopf - der Horde von links ausgewichen - unter der Brücke durch in Richtung Wendeboje Ost. Bis dahin alles gut - die eine oder andere kleine Feuerqualle zeigt sich, bleibt aber weit genug weg. Dann die Wende auf die lange Außenbahn zurück nach Westen - gegen den Wind und Wellen - Puh! Ich hab wohl noch nie so viel Wasser auf 900, geschluckt, wie hier ;-) - fröhliches Lächeln in die Kamera? Die schwimmt zumindest mal ein paar Sekunden neben mir her. Vorm Yachthafen, dann die erlösende Wende zurück und nach 100m mit dem Gesicht voll in so ne süße kleine Feuerqualle - Gott sei Dank wohl nur ihre Oberseite getroffen, es nesselt zumindest nicht so stark, wie ich das von letztem Jahr in Erinnerung hatte. Damit wahr dann auch der Vorwärtsdrang ein wenig geschmälert und ich habe zugesehen, dass ich nicht noch so n Treffer lande.
Nach 1:08:44 aus dem Wasser :-( viel zu langsam, aber noch vor Heiko und Josef Spindler (der Sieger) - war schon ein bisschen enttäuscht, da hatte ich mir doch mehr vorgenommen, aber bei den Bedingungen geht das vielleicht in Ordnung. Übergabe an Gregor und gut - erstmal Frühstücken und was anderes trinken, als Salzwasser.
Gregor hat dafür entfesselt alles auf die Straße gelegt, was er konnte!
Am Berg immer mit einem Lächeln hat er Runde wie ein Uhrwerk runter.
Und nach knapp 5 Stunden (4:48:36) bekommt Arno den Chip und stratzt auf die Laufstrecke. Respektvolle Leistung bis dahin auch von Jan C., der seine ersten 180 km mit kontinuierlichen 1Stundenrunden à 30km abspult und Martin, der trotz schmerzendem Knie immer noch ein fröhliches Winken für uns übrig hat.
Wie ein Uhrwerk rennt dann auch Arno den Marathon (3:41:15) runter und nach 09:48:37 dürfen wir mit ihm in Ziel rennen.

Alle fröhlich und zufrieden - ich mittlerweile auch - und lassen den Tag bei einem Bierchen am Grill ausklingen. Heiko, Jan und Jan folgen uns quasi auf dem Fuße und finishen mit 11:46:00. Und Martin hat die Zähne zusammengebissen und seinen zweiten Ostseeman mit 12:32:11 ins Ziel gebracht - jetzt kann er sich aber Bitte auf die Genesung seines Knies konzentrieren ;-)
Fazit: Schöne Veranstaltung, wie immer - und nächstes Jahr wieder! Aber als Staffel.

Brummings Weisheit im August

Es lässt sich nicht alles in das bisschen Zeit rein drücken, was da rein soll. Mist!